Die Effizienz Ihrer Gesteinsbohranlage ist plötzlich gesunken? Keine Panik – drei Wege, den Akkumulator zu lokalisieren

26-11-2025

Bei Tunnelvortrieben und im Bergbau kommt es nicht selten vor, dass Gesteinsbohranlagen plötzlich an Leistung verlieren: Die Schlagkraft lässt nach, die Arbeitsfrequenz schwankt und die Gesamteffizienz kann sich halbieren. Üblicherweise werden dann die Hauptkomponenten demontiert und überholt, was jedoch oft übertrieben ist. Die eigentliche Ursache kann ein kleines, oft übersehenes Bauteil sein – der Hydraulikspeicher.

Rock Drilling Rig

Obwohl klein und unauffällig, dient der Druckspeicher als Druckregler und Stoßdämpfer des Hydrauliksystems: Er absorbiert überschüssige Energie bei Druckspitzen und gibt gespeicherte Energie bei Druckabfällen wieder ab, wodurch der Druck stabil bleibt. Fällt der Druckspeicher aus, kann dies zu schwachen Stößen, instabiler Frequenz, Vibrationen der Hydraulikleitungen und beschleunigtem Verschleiß wichtiger Bauteile führen – all dies verlangsamt den Arbeitsablauf.

Drei schnelle Schritte zur Diagnose von Akkumulatorfehlern

  1. Achten Sie auf den Aufprall – erkennen Sie Rhythmusstörungen.

  • Normal: Die Aufprallgeräusche sind kontinuierlich, gleichmäßig und solide, ohne erkennbare Unterbrechungen oder Intensitätsänderungen.

  • Fehlersignal: Zeitweise auftretende „klickende“ Geräusche, plötzliche Unterbrechungen im Anschlagsrhythmus oder Geräusche, die dumpf und schwach werden.

  • Wahrscheinliche Ursache: Der Druckspeicher kann Druckschwankungen nicht ausgleichen – meist aufgrund einer gerissenen Membran oder eines unzureichenden Vordrucks (Stickstoff). Das Geräusch ist ein guter Frühindikator für den Zustand der Anlage. Im Normalbetrieb deutet ein gleichmäßiger, rhythmischer Schlag auf einen stabilen Hydraulikdruck und einen funktionierenden Druckspeicher hin. Auffällige Veränderungen des Schlaggeräuschs während des Betriebs sollten weitere Überprüfungen auslösen.

  1. Überprüfen Sie die Hydraulikschläuche – achten Sie auf ungewöhnliche Vibrationen.

  • Normal: Die Hydraulikschläuche bleiben während des Betriebs ruhig und weisen keine merklichen Vibrationen auf.

  • Fehlersignal: Ein bestimmter Schlauch zeigt regelmäßige, anhaltende Vibrationen oder pulsierende Sprünge.

  • Wahrscheinliche Ursache: Ein defekter Druckspeicher (z. B. durch eine gerissene Membran mit Stickstoffleckage) hat seine Puffer- und Druckstabilisierungsfunktion verloren, sodass Druckschwankungen direkt in die Schläuche gelangen. Die Beobachtung des Schlauchverhaltens ist eine effektive ergänzende Methode. Wenn der Druckspeicher nicht ordnungsgemäß puffert, werden Druckpulsationen in den Leitungen als ungewöhnliche Vibrationen sichtbar.

  1. Prüfen Sie den Gasfüllstand – prüfen Sie ihn genau bei stehender Maschine.

  • Verfahren:

    1. Stoppen Sie die Anlage und vergewissern Sie sich, dass das Hydrauliksystem vollständig drucklos ist (um das Risiko eines Ölspritzens unter hohem Druck zu vermeiden).

    2. Drücken Sie den Gasventilkern oben auf den Akkumulator vorsichtig ein.

  • Normal: Man sollte ein zischendes Entweichen von Stickstoff deutlich hören.

  • Fehlersignal: Kein Geräusch beim Drücken des Ventils, nur wenige Öltropfen sickern heraus oder stattdessen spritzt Hydrauliköl heraus.

  • Wichtiger Hinweis: Einige Rücklaufölspeicher bestimmter Hersteller sind nicht mit Stickstoff gefüllt. Bei diesen kann der Schraubverschluss entfernt und die Membran direkt geprüft werden, was die Prüfung vereinfacht. Falls das Abhören und Beobachten der Schläuche keine eindeutige Antwort liefert, ist die Überprüfung der Gasfüllung bei abgeschalteter Maschine der direkteste und genaueste Test. Das System muss aus Sicherheitsgründen immer vorher drucklos gemacht werden.

Ein kleiner Fehler im Hydraulikspeicher kann schwerwiegende Probleme verursachen. Sollte eine der oben genannten Prüfungen einen Defekt anzeigen, stoppen Sie die Anlage sofort und tauschen Sie den Hydraulikspeicher aus, um anormale Hydraulikdrücke zu vermeiden, die zu Verschleiß an wichtigen Bauteilen und größeren Verlusten führen. Denken Sie daran: Ein effizienter Betrieb erfordert nicht nur die Beachtung der Kernkomponenten, sondern auch dieser „versteckten Stabilisatoren“.

Drilling Rig

Obwohl klein, ist der Akkumulator für den zuverlässigen Betrieb der Bohranlage unerlässlich. Sein Ausfall mag geringfügig erscheinen, kann aber Kettenreaktionen auslösen, die zu Arbeitsverzögerungen oder Geräteschäden führen. Beim ersten Anzeichen einer der aufgeführten Auffälligkeiten muss die Anlage zur Überprüfung abgeschaltet und der defekte Akkumulator umgehend ausgetauscht werden. Die Beherrschung dieser drei Prüfungen hilft Ihnen, die eigentliche Ursache für plötzliche Einbrüche der Bohrleistung schnell zu identifizieren und einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.


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