Gesteinsbohranlagen: Bohren und Warten – Vollständiger Leitfaden

24-11-2025

Als Schlüsselgerät für Bohrarbeiten beeinflussen der korrekte Betrieb und die ordnungsgemäße Wartung einer Gesteinsbohranlage unmittelbar Produktivität, Sicherheit und Lebensdauer. Die strikte Einhaltung der Betriebsanweisungen und die sorgfältige Beachtung aller Betriebs- und Wartungsdetails sind unerlässlich, um Probleme zu vermeiden und die Qualität zu sichern. Dieser Artikel fasst die wichtigsten technischen Aspekte in zwei Bereichen zusammen: Einstellung der Bohrparameter und Bohrvorgang sowie Wartung der Bohranlage.

Rock Drilling Rig

  1. Bohrparameter einstellen: Präzise Steuerung für bessere Leistung. Sinnvolle Parametereinstellungen sind die Grundlage für eine hohe Bohrlochqualität und eine längere Lebensdauer der Verschleißteile. Die Parameter müssen dynamisch an die Gesteinseigenschaften und das Betriebsfeedback angepasst werden. Wichtige Techniken:

  • Die grundlegenden Parameter sind wissenschaftlich abzustimmen. Dabei ist das Prinzip der „Gesteinsverträglichkeit und dynamischen Optimierung“ zu beachten. Der Bohrmeister wählt den Schlagdruck entsprechend der Gesteinshärte, passt die Bohrgeschwindigkeit an die Schlagfrequenz und den Meißeldurchmesser an und stellt den Vorschubdruck so ein, dass eine gleichmäßige und stabile Rotation gewährleistet ist. Sind die Parameter nicht korrekt und verkürzt sich die Standzeit des Schafts, ist der Schlagdruck schrittweise zu reduzieren, bis sich die Rotation stabilisiert. Die Temperatur der Schaftkupplungshülse ist ein direkter Indikator für die Eignung der Parameter: Bei Wasserspülung sollte die Temperatur der Kupplungshülse etwa 40 °C, bei Luftspülung etwa 60 °C betragen. Diese Temperatur ist unmittelbar nach Beginn des Bohrvorgangs zu überprüfen und die Parameter entsprechend anzupassen.

  • Umgang mit Lockerung beim Bohren: Lockerung der Kupplungshülse beim Bohren ist ein häufiges Problem, das nicht immer durch die Bohrparameter verursacht wird. Die wichtigste Maßnahme ist die Erhöhung der Reibung zwischen Bohrmeißel und Bohrlochgrund. Dies kann durch Erhöhung der Vorschubkraft, der Drehzahl oder durch den Einsatz eines besser geeigneten Bohrmeißels erreicht werden, um eine feste Verbindung während des Bohrvorgangs zu gewährleisten.

  1. Betrieb und Wartung: Verfahren befolgen, um Risiken zu vermeiden. Standardisierte Bohrverfahren und rechtzeitige Wartung sind entscheidend, um Geräteschäden und Unfälle zu verhindern. Beachten Sie Folgendes:

  • Regeln für Kernbohrungen

    1. Fixieren Sie die Position des Vorschubbalkens: Der Vorschubbalken muss beim Bohren fest am Gestein anliegen; jegliche Verschiebung ist unzulässig. Bewegt sich der Vorschubbalken, können Biegespannungen auftreten, die im Extremfall zum Bruch des Bohrgestänges und zu Sicherheitsvorfällen führen können.

    2. Achten Sie genau darauf, wann die Schlagfunktion aktiviert wird: Schalten Sie den Schlagmodus des Bohrgeräts nicht ein, bevor der Vorschubbalken und der Bohrmeißel das Gestein berühren; lassen Sie das Bohrgerät niemals Schläge ausführen, während es in der Luft läuft, da dies den Bohrmeißel beschädigt und Verbindungen lockert.

    3. Stufenweise Anpassung des Schlagmodus: Verwenden Sie zum Bohren den Modus mit geringer Schlagkraft. Es wird empfohlen, erst nach einer Bohrtiefe von ca. 200 mm auf den Modus mit hoher Schlagkraft umzuschalten, um übermäßige Belastung zu vermeiden, die die Bohrlochmündung oder den Bohrer beschädigen könnte.

    4. Sorgen Sie für eine ausreichende Spülmittelzufuhr: Halten Sie die Spülmittelzufuhr so ​​kontinuierlich wie möglich und öffnen Sie das Zufuhrventil umgehend. Wird das Spülmittel zu spät eingeschaltet, kann es zu festsitzenden Gestängen oder verstopften Spülbohrungen kommen.

    5. Die Schaftklemme muss geschlossen bleiben und die Abstände geprüft werden: Die Schaftklemme muss während des Bohrvorgangs geschlossen sein. Prüfen Sie außerdem die Abstände zwischen Hülse und Bohrgestänge sowie zwischen Hülse und Schaftklemme. Verschleißte Hülsen sind umgehend auszutauschen.

    6. Passen Sie die Schlagkraft der Gesteinsart an: Variieren Sie die Schlagkraft entsprechend den tatsächlichen Gesteinsverhältnissen. Bei weichem oder brüchigem Gestein reduzieren Sie den Schlagdruck, um ein Einstürzen des Bohrlochs oder eine Überlastung der Ausrüstung zu verhindern.

  • Wichtige Punkte für die Wartung der Bohranlage: Die regelmäßige Inspektion und der Austausch der Schaftdichtung sind für die Wartung unerlässlich. Eine beschädigte Dichtung lässt Schmierstoff austreten, was zu schnellem Verschleiß der Schaftantriebshülse und des Schafts selbst führt und somit Reparaturkosten und Ausfallzeiten erhöht. Prüfen Sie daher die Dichtungen vor Arbeitsbeginn und während der Pausen; tauschen Sie beschädigte Dichtungen umgehend aus.

Drilling Rig

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass effizientes Bohren mit einer Gesteinsbohranlage auf drei Säulen beruht: präziser Parametereinstellung, standardisierter Arbeitsablauf und rechtzeitiger Wartung. Nur die Umsetzung dieser technischen Aspekte in die Routinepraxis ermöglicht eine optimale Anlagenleistung und gewährleistet sichere und qualitativ hochwertige Bauarbeiten.


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