Sandvik Kegelbohrkronen: Größen, Ausführungen und Anwendungen im Gesteinsbohren
Sandvik Kegelbohrkronen für Gesteinsbohrungen
Sandvik-Kegelkopfmeißel sind wichtige Verschleißteile für den Untertagebau, Tunnelbau, Steinbruchbetrieb und andere konventionelle Gesteinsbohranwendungen. In Kombination mit Kegelbohrgestängen und kompatiblen Gesteinsbohrern übertragen sie die Aufprallenergie auf das Gestein und erzeugen so das benötigte Bohrloch.
Die Produktpalette ist für unterschiedliche geologische Bedingungen, Bohrtiefen, Bohrlochdurchmesser und Gesteinsbohrdrücke ausgelegt. Dank ihrer standardisierten und serienbasierten Bauweise eignet sie sich für Routinebohrungen, bei denen eine zuverlässige Abstimmung zwischen Bohrgestänge, Meißel und Gesteinsbohrer unerlässlich ist.
Durchmesserbereich und Bohrertypen
Sandvik-Kegelbohrkronen sind üblicherweise in Durchmessern von 28 mm bis 40 mm erhältlich und decken damit die gängigen Lochgrößen bei kleinen und handgeführten Gesteinsbohrarbeiten ab.
Die Serie umfasst zwei Hauptschneidestrukturen:
Knopfbohrer-Konstruktionen mit Hartmetalleinsätzen
Kreuzbit-Designs
Beide Ausführungen können bei Bedarf nachgeschliffen werden, um den Einsatz fortzusetzen. Ein kontrolliertes Nachschleifprogramm kann die Nutzungsdauer des Bohrers verlängern, die Ausnutzung der Verschleißteile verbessern und die langfristigen Ersatzkosten senken.
Verjüngungswinkel und Rockoptionen
Die konische Verbindung wird in verschiedenen gängigen Konuswinkeln angeboten, darunter:
4,46 Grad
7 Grad
11 Grad
12 Grad
Die korrekte Kegelwahl ist wichtig, da Bohrmeißel und Bohrgestänge einen stabilen Kontakt herstellen müssen. Der passende Kegel sollte entsprechend dem verwendeten Bohrgestänge und den Betriebsbedingungen ausgewählt werden.
Das Produktsortiment umfasst auch Ausführungen mit langem und kurzem Schaft. Die Auswahl hängt von der Gesteinshärte, der Bohrtiefe und den Druckeigenschaften des Gesteinsbohrers ab. Die Schaftform beeinflusst die Gesamtstabilität des Bohrers, seine Verschleißfestigkeit und seine Eignung für spezifische Bohrbedingungen.

Grundlegende Konstruktionspläne
Das Produktsortiment umfasst drei grundlegende Strukturkonfigurationen für unterschiedliche Bohranforderungen.
Allgemeine Flachlochkonstruktion
Die erste Konfiguration ist eine einfache Allzweckstruktur, die für Flachbohrungen, typischerweise innerhalb von 2 Metern, vorgesehen ist. Sie wird häufig in dichten und harten Gesteinsformationen mit Niederdruck-Gesteinsbohrern eingesetzt.
Durch seine relativ einfache Bauweise ist es praktisch und kostengünstig für routinemäßige Flachlochbohrungen.
Verstärkte Konstruktion für komplexe Felsverhältnisse
Die zweite Ausführung zeichnet sich durch eine verstärkte Struktur aus. Sie bietet eine stabile Gesamtform und eine ausgewogene Verschleißfestigkeit und eignet sich daher auch für komplexere Gesteinsbedingungen.
In Verbindung mit Hochdruck-Gesteinsbohrgeräten bietet diese Konstruktion eine verbesserte Bohrstabilität. Sie ist für Situationen vorgesehen, in denen der Bohrmeißel anspruchsvolleren Arbeitsbedingungen standhalten muss.
Symmetrisches Design für gerade Bohrungen
Die dritte Konfiguration verwendet ein symmetrisches Layout. Durch die gleichmäßigere Verteilung der Arbeitslasten während des Bohrvorgangs wird die Geradheit des Bohrlochs besser erhalten.
Diese Konstruktion eignet sich für Standardbohrvorgänge, bei denen eine gleichmäßige Lochausrichtung wichtig ist.
Material- und Wärmebehandlungsverfahren
Die Bohrer werden aus hochwertigem Spezialstahl gefertigt. Ihre Körper werden einer Wärmebehandlung unter kontrollierter Atmosphäre unterzogen, um die erforderliche strukturelle Festigkeit zu erzielen.
Der innenliegende, konische Abschnitt ist gehärtet, um die Festigkeit des Schaftes und des konischen Verbindungsbereichs zu verbessern. Dies trägt dazu bei, strukturelle Schäden wie Risse und Brüche am Schaft während des Bohrvorgangs zu reduzieren.
Das Zusammenspiel von Körpermaterial, Wärmebehandlung, Kegelfestigkeit und Schaftstruktur ist entscheidend für die Gesamtlebensdauer des Bohrers. Diese Faktoren sollten bei der Auswahl von Werkzeugen für die vorgesehenen Gesteinsbohrbedingungen gemeinsam berücksichtigt werden.
Qualität von Hartmetalleinsätzen und Bohrungsbearbeitung
Die Bohrungen für die Hartmetalleinsätze werden durch Präzisionsbohren hergestellt. Die Hartmetalleinsätze werden exakt in die vorbereiteten Bohrungen eingesetzt und bestehen aus hochfestem Hartmetall.
Eine präzise Bohrungsvorbereitung und die korrekte Anpassung der Hartmetalleinsätze verbessern die Steckzeit. Sie reduzieren außerdem häufige Frühausfälle wie Hartmetallabsplitterungen und -brüche.
Durch die Verbesserung der Stahlkörperqualität, der Wärmebehandlung, der Bearbeitung der Einsatzbohrungen und der Hartmetallbestückung kann die Standzeit des Bohrers verlängert werden. Dies trägt dazu bei, Ausfallzeiten durch Bohrerwechsel zu reduzieren und einen kontinuierlicheren Bohrbetrieb zu ermöglichen.
Auswahlkriterien
Bei der Auswahl eines Kegelschneidbohrers sollten Anwender folgende Faktoren berücksichtigen:
Erforderlicher Bohrlochdurchmesser
Gesteinshärte und geologische Bedingungen
Lochtiefe
Gesteinsbohrdrucktyp
Passender Bohrstangen- und Kegelwinkel
Notwendigkeit der Bohrstabilität oder Lochgeradheit
Erwarteter Verschleißgrad und Nachschleifplan
Ein optimal aufeinander abgestimmter Kegelbohrer, Bohrgestänge und Gesteinsbohrer können die Bohrkontinuität verbessern, den unnormalen Werkzeugverschleiß reduzieren und zur Kontrolle der Verbrauchskosten beitragen.




