Verhinderung von Gewindeverschleiß am Schaft durch Leerlaufschläge des Gesteinsbohrers
Verhinderung von Gewindeverschleiß am Schaft durch Leerlaufschläge des Gesteinsbohrers
Einseitiger Verschleiß oder Beschädigungen am Gewinde des Gesteinsbohrschafts treten häufig im Zusammenhang mit Leerlaufschlägen auf. Wenn der Bohrmeißel nicht richtig im Gestein verankert ist, kann die Aufprallenergie nicht durch normales Gesteinsbrechen abgebaut werden. Stattdessen können sich überhöhte Belastungen auf den Schaftadapter und die Gewindeverbindung auswirken.
Dies kann zu beschleunigtem Verschleiß, Verformung und vorzeitigem Ermüdungsschaden im Bohrgestänge führen.
1. Reflektierte Aufprallenergie erhöht die Gewindebelastung
Beim normalen Bohren wird die Aufprallenergie über den Bohrstahl übertragen und beim Gesteinsbruch verbraucht. Im Leerlauf wird der Bohrer nicht effektiv gegen die Gesteinsoberfläche gepresst, sodass die Energie nicht wie gewünscht freigesetzt wird.
Die reflektierte Belastung kann die Gewindespitzen und -flanken wiederholt beanspruchen. Dies kann im Laufe der Zeit zu mikroplastischer Verformung, Oberflächenermüdung und lokalem Materialverlust beitragen.

2. Lose Verbindungen erzeugen wiederholte Stöße und Reibung.
Kontinuierliche Vibrationen können die Vorspannung zwischen Schaftadapter und Kupplungshülse verringern. Mit zunehmendem Spiel kann die Verbindung im Betrieb kleinen, wiederholten Bewegungen ausgesetzt sein.
Dieser wiederholte Kontakt kann zu Stößen, Rückprall und erneutem Kontakt an den Gewindeflächen führen. Die daraus resultierende Reibung und lokale Erwärmung können die Verformung des Gewindeprofils und ungleichmäßigen Verschleiß beschleunigen.
3. Durch Kavitation verursachte Schäden können den Verschleiß beschleunigen.
Dringt Wasser in eine gelöste Verbindung ein, können rasche Druckänderungen beim Aufprall zu lokalen Oberflächenschäden führen. Dies kann die Spannungskonzentration an Gewindegrund und -flanke erhöhen und somit das Risiko frühzeitiger Ermüdungsrisse steigern.
Wartungsschwerpunkt
Leerlaufschläge sind ein auslösender Faktor, Lockerung ist Teil des Verschleißprozesses, und Kavitationseffekte können die Schädigung beschleunigen. Die Reduzierung dieser Risiken erfordert einen korrekten Betrieb und vorbeugende Wartung.
Die Bediener sollten Leerlaufschläge vermeiden, vor dem Schlagen einen stabilen Kontakt zwischen Meißel und Gestein sicherstellen und Gewindeverbindungen regelmäßig überprüfen. Schaftadapter, Kupplungen und zugehörige Komponenten sind gemäß den Vorgaben des Geräteherstellers und den genehmigten Wartungsverfahren der Baustelle zu prüfen und zu warten.




