Wie man einen Gesteinsbohrer sicher und effizient einsetzt

09-09-2026

Wie man einen Gesteinsbohrer sicher und effizient einsetzt

Ein Gesteinsbohrer liefert nur dann zuverlässige Ergebnisse, wenn er korrekt vorbereitet, eingestellt und bedient wird. Ordnungsgemäße Wartung und sichere Bohrverfahren tragen dazu bei, vorzeitigen Verschleiß zu reduzieren, die Bohreffizienz zu steigern und die Sicherheit der Arbeiter vor Ort zu gewährleisten.

Vorbereitung vor dem Start

Vor Inbetriebnahme eines neuen Gesteinsbohrers muss dieser demontiert und das werkseitig aufgetragene Rostschutzöl entfernt werden. Beim Zusammenbau die beweglichen Teile mit geeignetem Schmieröl einfetten, anschließend die Druckluftleitung anschließen und die Maschine mit geringem Luftvolumen laufen lassen, um die einwandfreie Funktion zu überprüfen.

Befüllen Sie den automatischen Öler mit dem im Handbuch des Herstellers angegebenen Schmierstoff. Halten Sie den Ölbehälter sauber und abgedeckt, um zu verhindern, dass Gesteinsstaub und andere Verunreinigungen in das Schmiersystem gelangen.

Prüfen Sie den Luft- und Wasserdruck am Einsatzort. Zu hoher Luftdruck kann Bauteilschäden beschleunigen, während zu niedriger Druck die Bohrleistung verringern kann. Auch der Wasserdruck sollte sorgfältig kontrolliert werden, da zu viel Wasser die Schmierung beeinträchtigen und Korrosion verursachen kann, während zu wenig Wasser zu unzureichender Spülung führen kann.

Prüfen Sie Bohrgestänge und Bohrmeißel vor Gebrauch. Komponenten, die die Qualitäts- oder Zustandsanforderungen nicht erfüllen, müssen außer Betrieb genommen werden. Reinigen Sie die Anschlüsse der Luft- und Wasserleitungen von Verunreinigungen, ziehen Sie alle Schläuche fest an und vergewissern Sie sich, dass sich das Bohrgestänge nach dem Einsetzen frei drehen lässt.

Zum Schluss alle Verbindungsschrauben festziehen und den Vorschubmechanismus prüfen. Mit dem Bohren darf erst begonnen werden, wenn die einwandfreie Funktion des Antriebssystems bestätigt wurde.

rock drill operation

Sichere Betriebspraktiken

Beginnen Sie mit einer niedrigen Drehzahl. Sobald das Loch einen Durchmesser von ca. 10–15 mm erreicht hat, erhöhen Sie die Drehzahl allmählich auf die volle Leistung. Halten Sie das Bohrgestänge während des gesamten Bohrvorgangs auf die geplante Lochposition ausgerichtet und zentriert.

Der Axialschub muss an die Bohrbedingungen angepasst werden. Zu geringer Schub kann zu Maschinenflattern, übermäßigen Vibrationen und geringerer Produktivität führen. Zu hoher Schub kann die Maschine überlasten, den Verschleiß beschleunigen und den Bohrfortschritt verlangsamen.

Wenn sich das Bohrgestänge festklemmt, reduzieren Sie den Axialschub. Sollte das Problem weiterhin bestehen, stoppen Sie die Maschine und drehen Sie das Gestänge anschließend langsam mit einem geeigneten Schraubenschlüssel unter mäßigem Luftdruck. Schlagen Sie niemals auf das Bohrgestänge, um es zu lösen.

Überwachen Sie den Spülvorgang kontinuierlich. Bei normalem Spülvorgang fließt die Spülflüssigkeit gleichmäßig aus dem Bohrloch. Ist der Spülvorgang unzureichend, überprüfen Sie den Wasserdurchgang am Bohrmeißel, das Bohrgestängeende und die Wassernadel und tauschen Sie beschädigte Teile gegebenenfalls aus.

Achten Sie auf den korrekten Ölstand und die richtige Durchflussrate. Ölmangel führt zu vorzeitigem Verschleiß, während überschüssiges Öl die Arbeitsfläche verunreinigen kann. Bediener sollten außerdem ungewöhnliche Geräusche, das Maschinenverhalten und den Zustand des Bohrers überwachen und Komponenten bei Auffälligkeiten austauschen.

Die Felsverhältnisse erfordern ständige Aufmerksamkeit. Vermeiden Sie Bohrungen entlang instabiler Schichtflächen, Klüfte oder Risse, bohren Sie niemals in verlassene Bohrlöcher und achten Sie auf Deckeneinstürze oder Instabilität der Seitenwände. Nutzen Sie die Öffnungsfunktion korrekt, indem Sie den Schlagdruck reduzieren und den Vorschubdruck so gering wie möglich halten, insbesondere beim Anbohren steiler Felswände. Dies beugt auch einem Verbiegen des Bohrgestänges vor.

Befolgen Sie stets die Anweisungen des Geräteherstellers, die Gefährdungsbeurteilung des Standorts und die geltenden Sicherheitsvorschriften.


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