Häufige Fehler beim Bau von Drehbohranlagen und praktische Lösungen

06-04-2026

Als zentrale Ausrüstung für Bohrpfahl- und Lochherstellungsarbeiten im Bauwesen eignen sich Drehbohranlagen für viele Bodenarten, darunter Sand-, Ton- und Schluffböden. Sie werden häufig in Gründungssystemen wie durchgehenden Gründungen und Fundamentverstärkungen eingesetzt.
Bei langfristigem Feldbetrieb sind jedoch aufgrund geologischer Gegebenheiten, Betriebspraktiken und Geräteverschleiß Störungen unvermeidbar. Dieser Artikel fasst häufige Störungen vor Ort und entsprechende Korrekturmaßnahmen als praktische Referenz zusammen.

Rotary Drilling Rig


1. Häufige Fehler und wie man sie behebt

(1) Bohrlochkollaps

Beim Betonieren deuten Warnzeichen für einen drohenden Einsturz auf einen plötzlichen Anstieg des Betonschlammspiegels im Bohrlochfutterrohr (manchmal sogar Überlaufen) hin, gefolgt von einem raschen Abfall und Blasenbildung. Zur Bestätigung kann ein Tiefenhammer eingesetzt werden: Wenn ein zuvor an der Betonoberfläche befestigter Hammer im Bohrloch versinkt und nicht mehr geborgen werden kann oder die gemessene Tiefe deutlich vom tatsächlichen Betonniveau abweicht, ist ein Einsturz des Bohrlochs wahrscheinlich.

Hauptursachen:

  • Mangelhafte Abdichtung um den Gehäusefuß herum, was zu Leckagen und einem ungewöhnlichen Absinken des Wasserspiegels im Bohrloch führt.

  • Bei Gezeitenflüssen verringert die steigende Flut den Wasserdruckunterschied und schwächt so den erforderlichen hydrostatischen Druck.

  • Schwere Lasten, die in der Nähe des Gehäuses gestapelt sind, oder Vibrationen von Maschinen, die den umliegenden Boden aufwirbeln.

Korrekturmaßnahmen:

  1. Zuerst die Ursache ermitteln und gezielte Maßnahmen ergreifen:

    • Den internen Wasserdruck beibehalten oder erhöhen.

    • Entfernen Sie schwere Lasten in der Nähe.

    • Vibrationsstörungen minimieren.

  2. Verwenden Sie eine Schlammpumpe, um den eingestürzten Boden aus dem Bohrloch zu entfernen.

  3. Wenn der Einsturz gestoppt ist, können die normalen Betonierungsarbeiten fortgesetzt werden.

  4. Bei geringfügigem Einsturz:

    • Verfüllung oberhalb der eingestürzten Zone,

    • Verbesserung der Schlammeigenschaften,

    • Wassersäule erhöhen,

    • Das Bohrrohr tiefer einbetten und dann weiterbohren.

  5. Bei schwerem Einsturz:

    • Das gesamte Loch sofort wieder mit Sand oder feinem Kies, vermischt mit Lehm, auffüllen.

    • Arbeit einstellen,

    • Ursache ermitteln,

    • Erneut bohren sollte erst, wenn wirksame Präventivmaßnahmen getroffen wurden.

  6. Bei flachem Einsturz:

    • Verwenden Sie eine tiefe Verrohrungsinstallation.

    • Vor Wiederaufnahme der Bohrungen den Boden um das Bohrrohr herum verdichten.


(2) Bohrlochabweichung oder -krümmung

Wenn das Bohrloch schräg oder gekrümmt wird, analysieren Sie zunächst die Ursachen (z. B. ungleichmäßige Härte der Gesteinsschichten oder unausgewogene Belastung des Bohrgestänges) und führen Sie dann gezielte Korrekturen durch.

Korrekturmaßnahmen:

  • Das Bohrwerkzeug in der Abweichungstiefe einhängen und das Bohrloch wiederholt aufreiben/ausspülen, um die Vertikalität wiederherzustellen.

  • Bei starker Abweichung sollte bis zur betroffenen Zone mit bindigem Boden aufgefüllt werden, dieser sich setzen und verdichten, und anschließend erneut gebohrt werden.


(3) Zu große Bohrung oder Einschnürung (Verringerung des Durchmessers)

Bei Überbruch oder Einschnürung muss die Verhinderung eines Kollapses verstärkt werden, und die Schwenkbewegung des Bohrwerkzeugs sollte kontrolliert werden, um anormale Durchmesseränderungen zu vermeiden.

Typische Ursachen für Halsverklebungen:

  • Übermäßiger Verschleiß der Bohrwerkzeuge ohne rechtzeitige Hartauftragung/Schweißreparatur.

  • Vorhandensein von wasserempfindlichen, quellfähigen weichen Böden oder tonigem Schlammstein.

Korrekturmaßnahmen:

  • Prüfen Sie regelmäßig den Werkzeugverschleiß und reparieren Sie ihn umgehend durch Schweißen/Hartauftragen.

  • Bei problematischen Formationen sollte zur Wandverstärkung eine hochwertige, niedrigfiltrierende Suspension verwendet werden.

  • Falls bereits eine Einschnürung eingetreten ist, fahren Sie wiederholt mit einer Auf- und Abwärtsbewegung durch die verengte Zone, um sie wieder auf den geplanten Durchmesser aufzureiben.


(4) Gebissballen und Gebissvergraben

Diese Probleme treten häufig beim Drehbohren mit positiver Zirkulation (einschließlich Tauchbohranlagen) und beim Schlagbohren auf.

Korrekturmaßnahmen:

  • Sofort prüfen:

    • Viskosität der Suspension

    • Durchflussweg der Bohrkleinteile am Ein- und Auslass,

    • Innendurchmesser des Bohrgestänges

    • Leistung von Geräten zur Entfernung von Schnittgut.

  • Die Penetrationsrate angemessen steuern.

  • Bei starker Kugelbildung im Bohrgut muss das Bohren sofort eingestellt, der Bohrer herausgezogen, die Bohrspäne vollständig entfernt und die Arbeiten anschließend fortgesetzt werden.


(5) Festsitzendes Bohrwerkzeug

Werkzeugverklemmung ist beim Schlagbohren ein häufiges Problem.

Wichtige Regel: Das Werkzeug niemals mit Gewalt nach oben ziehen.

Korrekturmaßnahmen:

  1. Versuchen Sie es zunächst mit vorsichtigem Anheben.

  2. Sollte dies nicht zum Erfolg führen, verwenden Sie ein kleineres Schlagwerkzeug, um die festsitzende Stelle zu lösen.

  3. Oder man wendet eine kombinierte Schlag- und Saugmethode an, um das umgebende Bohrgut zu lockern.

  4. Sobald die Werkzeugbewegung wiederhergestellt ist, langsam herausziehen.


(6) Werkzeug oder Fremdkörper im Loch

Falls ein Werkzeug oder Gegenstand in das Bohrloch fällt, bergen Sie ihn unverzüglich mit geeigneten Bergungswerkzeugen (Angelgabeln, Haken, Drahtschlingen usw.).
Wenn das Objekt von Sedimenten bedeckt ist, muss zunächst der umgebende Schlamm/Sand gemäß den entsprechenden Reinigungsverfahren entfernt werden. Anschließend kann die Bergung erfolgen, sobald ein ordnungsgemäßer Kontakt hergestellt ist.


2. Sicherheitsvorkehrungen auf Baustellen

Unter keinen Umständen sollte Personal ein Bohrloch betreten, das keine Verrohrung oder gleichwertige Schutzmaßnahmen zur Behebung von Störungen aufweist.
Wenn das Betreten eines geschützten Bohrlochs unbedingt erforderlich ist, sind vor dem Betreten folgende Maßnahmen zwingend zu beachten:

  • Gasdetektion für toxische/schädliche Atmosphären,

  • vollständige Sicherheitsvorkehrungen für:

    • Schutz vor toxischer Exposition

    • Ertrinkungsprävention

    • Einsturz-/Begräbnisverhütung.

Die Arbeiten dürfen erst aufgenommen werden, nachdem alle Sicherheitsbedingungen überprüft wurden.


Der Bau von Drehbohranlagen ist eine relativ moderne Methode, und es werden weiterhin praktische Erfahrungen gesammelt. Auf der Baustelle auftretende Probleme sollten umgehend analysiert und dokumentiert werden, um systematische Reaktionsverfahren zu entwickeln. Mit der zunehmenden Verbreitung der Drehbohrtechnologie werden sich die Bautechniken weiterentwickeln, die Arbeitsabläufe zur Fehlerbehebung standardisierter werden und die Gründungsarbeiten sicherer und zuverlässiger ausgeführt werden.

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