Gängige Anwendungen von Bohrhammern beim Hartgesteinbohren
Häufige Anwendungsbereiche von Bohrlochhämmern
Ein Bohrhammer, oft auch DTH-Hammer genannt, ist ein druckluftbetriebenes Bohrwerkzeug, das den Schlag direkt am Bohrlochgrund ausübt. Kolben und Bohrmeißel arbeiten nahe der Gesteinsoberfläche, wodurch Energieverluste im Bohrgestänge reduziert und effizientes Bohren in hartem Gestein ermöglicht werden.
Aufgrund dieses Funktionsprinzips werden DTH-Hämmer in einer Vielzahl von Anwendungen im Bergbau, Tiefbau, in der Geotechnik, im Wasserbau und im maritimen Bereich eingesetzt.
Sprenglöcher im Bergbau und in Steinbrüchen
Sprenglöcher im Bergbau und in Steinbrüchen zählen zu den etabliertesten Anwendungsgebieten für DTH-Bohrungen. DTH-Bohranlagen können vertikale, geneigte oder horizontale Löcher für Sprengungen im Tagebau, Tagebau und Straßenbauarbeiten bohren.
Die Leistungsfähigkeit hängt von der korrekten Abstimmung von Hammer, Bohrmeißel, Bohrgerät und Druckluftversorgung ab. Die endgültige Sprenglochplanung und alle Arbeiten im Zusammenhang mit Sprengstoffen müssen von autorisiertem Personal gemäß den genehmigten Baustellenverfahren geplant und durchgeführt werden.
Fundamentpfähle mit großem Durchmesser und Felsverankerung
DTH-Hämmer eignen sich für Gründungsprojekte, bei denen herkömmliche Drehverfahren auf hartes Gestein stoßen. Typische Anwendungsbereiche sind Brückenfundamente, Eisenbahninfrastruktur und Hochhausbau, bei denen Pfähle in tragfähiges Gestein verankert werden müssen.
Je nach Bodenbeschaffenheit und Projektanforderungen kann DTH-Ausrüstung in Drehbohranlagen, Großrammgeräte oder Vollrotationssysteme integriert werden. Verrohrungsgestützte Lösungen können in instabilem Untergrund, Karstgebieten oder einsturzgefährdeten Formationen relevant sein.
Wasserbrunnen und Geothermiebrunnen
In Hartgesteinsgebieten werden DTH-Systeme häufig für Bewässerungsbrunnen, Hausbrunnen und geothermische Erkundungs- oder Erschließungsbrunnen eingesetzt. Druckluft kann das Bohrklein aus dem Bohrloch befördern und so unter geeigneten Bedingungen den Bohrfortschritt aufrechterhalten, ohne auf herkömmliche Spülungszirkulation angewiesen zu sein.
Bei der Planung von Wasserbrunnen, dem Schutz des Grundwasserleiters und den Fertigstellungsarbeiten müssen die geltenden hydrogeologischen, umweltbezogenen und genehmigungsrechtlichen Anforderungen erfüllt werden.

Geotechnische Verankerung und Hangstabilisierung
DTH-Bohrungen eignen sich für Felsverankerungen, Hangsicherungen, Fundamentverstärkungen, Hangsicherungsmaßnahmen und Tunnelvorverbausysteme. Ihre Fähigkeit, tragfähiges Gestein zu durchdringen, ist besonders dort von Vorteil, wo Bruchzonen oder steinreiche Böden das Bohren erschweren.
Die Bohrmethode, die Bohrlochposition, das Verankerungssystem und die Auslegung der Stützkonstruktion sollten von qualifizierten Geotechnikern und Projektingenieuren festgelegt werden.
Unterwasser- und Meeresbau
DTH-Systeme können auch für Unterwasser-Gesteinsbohrungen im Rahmen von Hafenbauarbeiten, Unterwassergräben, Offshore-Windkraftanlagenfundamenten und anderen maritimen Projekten eingesetzt werden. Diese Arbeiten erfordern spezielle Bohranlagen, geeignete Bohrgestänge und entsprechende Sicherheits- und Umweltschutzmaßnahmen.
Schlüsselauswahlprinzip
DTH-Hämmer eignen sich für Bohrungen von relativ kleinen Verankerungslöchern bis hin zu großen Fundamentbohrungen. Ihre Effektivität hängt davon ab, ob das Werkzeug optimal auf die Gesteinsbeschaffenheit, den erforderlichen Bohrlochdurchmesser, das Bohrgerät, das Druckluftsystem, die Gegebenheiten vor Ort und den genehmigten Bauplan abgestimmt ist.




