Drei Möglichkeiten, einen defekten Schaftadapter zu erkennen, bevor er Ihre Bohrstrang beschädigt
Die meisten Schaftadapter-Ausfälle treten nicht ohne Vorwarnung auf. Das Problem ist, dass die Warnzeichen leicht zu übersehen sind, wenn man nicht weiß, worauf man achten muss. Wenn der Adapter schließlich ganz versagt, hat man meist schon Folgeschäden vor Augen: einen beschädigten Treiber, einen defekten Kolben oder ein Gesteinsbohrgestänge, das unnötig stark beansprucht wurde.
Hier sind drei Möglichkeiten, ein Problem mit dem Schaftadapter frühzeitig zu erkennen, bevor es zu einer Reparaturrechnung wird.
Betrachten Sie die Oberfläche
Ein intakter Schaftadapter sollte über seine gesamte Arbeitslänge eine saubere, gleichmäßige Oberfläche aufweisen. Er sollte keine Verfärbungen, keine sichtbaren Risse und gleichmäßigen, vorhersehbaren Verschleiß an den Verzahnungen aufweisen – keine Riefen oder Stufen.
Wenn sich der Schaftadapterkörper dunkel verfärbt hat – bläulich oder schwarz –, deutet das auf Hitze hin. Und Hitze an einem Schaftadapter bedeutet fast immer eines: unzureichende Schmierung. Wenn der Adapter trocken an der Führungsbuchse entlangläuft, steigt die Reibung sprunghaft an, die Temperatur steigt und die Oberflächenhärte wird beeinträchtigt. Sobald die Oberflächenhärte nachlässt, beschleunigt sich der Verschleiß rapide. Die Lösung ist einfach: Überprüfen Sie Ihr Schmiersystem. Stellen Sie sicher, dass Sie das richtige Hochtemperaturfett verwenden und dass es die Kontaktflächen tatsächlich erreicht. Gehen Sie nicht von Annahmen aus – überprüfen Sie es.
Risse oder Absplitterungen am Adapterkörper oder an den Verzahnungen bedeuten, dass der Adapter sofort entfernt werden muss. Ein sichtbarer Riss hat sich bereits tiefer ausgebreitet, als man erkennen kann, und ein weiteres Entfernen birgt die Gefahr eines Bruchs im Inneren des Hammers. Überprüfen Sie dabei auch die Führungsbuchse auf übermäßigen Verschleiß und stellen Sie sicher, dass der Schlagdruck nicht höher eingestellt ist, als es die Gesteinsbeschaffenheit erfordert. Ein Schaftadapter, der Absplitterungen aufweist, ist oft Opfer von Schlagenergie geworden, für die er nicht ausgelegt ist.
Verschleiß an der Verzahnung am Antriebsende ist mit der Zeit normal. Konzentriert er sich jedoch auf die Vorderkante und weisen die Verzahnungen stufenförmige oder pilzförmige Abnutzungsspuren auf, ist wahrscheinlich ein Leerschuss die Ursache. Trifft der Kolben auf Gestein, ohne dass der Meißel anliegt, muss die Energie abgeleitet werden, und die Verzahnungsfläche trägt die Hauptlast. Reduzieren Sie die Leerlaufzeit des Hammers, prüfen Sie die Funktion Ihrer Leerschusssicherung und stellen Sie sicher, dass der Vorschubdruck den Bohrstrang sicher im Eingriff hält.

Hören Sie sich das Rig an
Ein hydraulischer Gesteinsbohrer in einwandfreiem Zustand erzeugt einen gleichmäßigen, kontinuierlichen Schlagrhythmus – präzise und präzise. Wenn mit dem Schaftadapter etwas nicht stimmt, hört man es, bevor man es sieht.
Ein Klick- oder Klappergeräusch während des Betriebs deutet oft darauf hin, dass der Adapter im Antrieb Spiel hat. Dies kann auf Verschleiß an den Verzahnungen, der Führungsbuchse oder beidem zurückzuführen sein. Ein dumpfer, dumpfer Schlag – bei dem der scharfe Knall eines normalen Schlags in ein schwereres, hohles Geräusch übergeht – lässt vermuten, dass die Energie nicht optimal vom Adapter auf das Bohrgestänge übertragen wird. Ein hohes Quietschen oder Pfeifen deutet in der Regel auf Metall-auf-Metall-Kontakt hin, wenn die Schmierung versagt hat.
Alle diese Geräusche bedeuten dasselbe: Stoppen Sie die Bohrmaschine, ziehen Sie den vorderen Bohrkopf ab und überprüfen Sie den Schaftadapter. Versuchen Sie nicht, das Loch vorher fertig zu bohren. Dadurch verschlimmern Sie das Problem nur.
Messen, was zählt
Eine Sichtprüfung und eine akustische Prüfung decken vieles auf. Ein Messschieber erfasst den Rest.
Zwei Messungen sind besonders wichtig. Prüfen Sie zunächst die Schlagfläche – das Ende des Adapters, das den Kolbenaufprall aufnimmt. Wenn diese Fläche mehr als einen Millimeter von ihrem ursprünglichen Profil abgenutzt ist, wird die Aufprallenergie nicht mehr effizient übertragen, und sowohl Kolben als auch Adapter werden beschädigt. Tauschen Sie sie aus.
Messen Sie als Nächstes die Verzahnung an beiden Enden. Weist eines der Enden einen Verschleiß von mehr als einem Millimeter gegenüber dem ursprünglichen Profil auf, ist der Adapter verschlissen. Wird der Schaftadapter über diesen Punkt hinaus verwendet, besteht die Gefahr, dass die Verzahnung des Antriebs beschädigt wird, was eine deutlich teurere Reparatur nach sich zieht.
Ein weiterer wichtiger Punkt: der Wasserdichtungsbereich. Wenn sich der Durchmesser an der Dichtungsstelle verringert hat und Wasser in den Hammerkörper eindringt, muss der Adapter umgehend ausgetauscht werden. Eindringendes Wasser in einen hydraulischen Gesteinsbohrer emulgiert das Öl, und dieser Schaden breitet sich innerhalb weniger Stunden im gesamten System aus.
Regelmäßige Maßkontrollen – selbst eine kurze Überprüfung mit dem Messschieber alle paar Schichten – können die Lebensdauer des Schaftadapters um die Hälfte oder mehr verlängern. Der Adapter selbst ist ein relativ günstiges Bauteil. Alles, was er anschließt, ist es nicht.




