Fehlerbehebung an Klemmen von Gesteinsbohranlagen: Ein praktischer Leitfaden zu 4 Hauptursachen

02-05-2026

Als Schlüsselkomponente zur Sicherung des Bohrgestänges beeinflusst die Klemme unmittelbar sowohl die Betriebseffizienz als auch die Sicherheit auf der Baustelle. Bei der Wartung vor Ort äußern sich häufige Klemmfehler in Form von Schlupf der Spannbacken, unzureichender Spannkraft, Ölaustritt oder ungewöhnlichem Verschleiß. Die meisten Probleme lassen sich durch einen strukturierten Diagnoseprozess aufspüren und beheben – ohne Teile wahllos auszutauschen.

Basierend auf langjähriger praktischer Erfahrung bietet die folgende vierstufige Sequenz ein ausgewogenes Verhältnis zwischen technischer Genauigkeit und praktischer Anwendbarkeit und hilft Wartungsteams, Fehler schnell zu lokalisieren und effizient zu beheben.


Schritt 1: Werkzeugverschleiß prüfen (Gleitstücke/Greifblöcke)

Die Schneidbacken stehen in direktem Kontakt mit dem Bohrwerkzeug, daher bestimmen ihr Verschleiß und ihre Sauberkeit unmittelbar die Spannleistung. Sie sind auch die ausfallgefährdetsten Bauteile und sollten daher immer zuerst überprüft werden.

Praktische Hinweise:

  • Den Betrieb einstellen und Staub, Gesteinssplitter und Ablagerungen von den Schneidzähnen entfernen.

  • Unter realen Feldbedingungen sind übermäßiger Staub und mangelhafte Reinigung die Hauptursachen für ein vorzeitiges Werkzeugrutschen – häufiger als Probleme mit der Produktqualität.

  • Nach der Reinigung die Zahnspitzen untersuchen:

    • Sind die Zahnspitzen abgeflacht und das Zahnprofil nicht mehr deutlich erkennbar, ist der Verschleiß maximal – der Zahn muss sofort ersetzt werden.

    • Wenn die Zahnspitzen noch intakt sind, das Verrutschen aber weiterhin besteht, überprüfen Sie, ob die Klemmkrafteinstellungen den aktuellen Arbeitsbedingungen entsprechen, bevor Sie die Matrizen austauschen.

Zusätzlicher Hinweis:
Unter normalen Bedingungen ist ein Werkzeugwechsel üblicherweise alle 3–5 Monate erforderlich. Tritt innerhalb des ersten Monats ein Verrutschen auf, sind wahrscheinliche Ursachen Staubablagerungen, eine falsche Einstellung der Schließkraft oder unzureichende Reinigung. Optimieren Sie zunächst die Betriebsbedingungen und -verfahren und beurteilen Sie anschließend die Werkzeugqualität.


Schritt 2: Überprüfen Sie den Tellerfederstapel (Belleville Springs)

Sind die Matrizen in Ordnung, die Klemmkraft aber dennoch schwach, überprüfen Sie die Tellerfedern. Diese Federn erzeugen die Hauptklemmkraft; Beschädigungen oder fehlerhafte Montage verringern die Klemmleistung direkt.

Praktische Hinweise:

  • Die Klemme demontieren und den Federstapel entnehmen (üblicherweise 9- oder 12-teilig).

  • Prüfen Sie jedes Frühjahr Folgendes:

    • Knacken

    • Zusammenbruch

    • falsche Reihenfolge

    • umgekehrte Installation

Kritische Montageregel:

  • Die paarweise Anordnung von konkav-konkaven Bauteilen erhöht die Steifigkeit.

  • Die Reihenstapelung von konkav nach konvex in gleicher Richtung erhöht die Verschiebung.

  • Die endgültige Stapelanzahl und -kombination muss der Zeichnung/Spezifikation für dieses Modell entsprechen.
    Wenn die Federn nachgeben, sinkt die Klemmkraft sofort.

Zusätzlicher Hinweis:
Tellerfedern versagen häufig aufgrund von Dauerbelastung oder unsachgemäßer Montage. Sobald Risse oder ein Zusammenbrechen auftreten, sollten sie umgehend durch Federn mit denselben Spezifikationen ersetzt werden, um Werkzeugrutschen und Sicherheitsrisiken zu vermeiden.


Schritt 3: Führungsbolzen prüfen

Die Genauigkeit der Führungsbolzenmontage beeinflusst direkt die Konzentrizität der Klemmung. Eine fehlerhafte Montage kann zu schiefer Klemmung und sekundärem Verschleiß am Trennzylinder und am Verstärkungszylinder führen. Dies wird oft übersehen, ist aber von entscheidender Bedeutung.

Praktische Hinweise:

  • Prüfen Sie, ob die vier Führungsbolzen fest angezogen sind:

    • Nur abwechselnd diagonal anziehen.

    • Wird zuerst nur eine Seite festgezogen oder das Drehmoment ungleichmäßig, kann dies zu einer Fehlausrichtung der Klemme führen („schräges Klemmen“).

  • Messen Sie die vorgesehenen Abstände auf beiden Seiten der Klemme mit einem Stahllineal/Maßband.

    • Die Toleranz sollte innerhalb von 1 mm liegen.

    • Übermäßige Abweichungen können zu Kratzern/Ritzen an den Zylinderbohrungen des Trenn- oder Boosterzylinders führen, was Ölleckagen und Leistungsverluste zur Folge hat.

Zusätzlicher Hinweis:
Die Spezifikationen der Tellerfedern und die Führungsbolzenabstände variieren je nach Bohrgerätemodell. Halten Sie sich stets an die technischen Normen des jeweiligen Modells. Übernehmen Sie keine Parameter von anderen Modellen.


Schritt 4: Bremskraftverstärker und Ölleckage prüfen

Wenn die ersten drei Schritte normal verlaufen, aber weiterhin Probleme mit schwacher Klemmung, geringer Leistung oder Leckagen auftreten, überprüfen Sie den Booster und das Dichtungssystem. Dies sind typischerweise Fehler der Endstufe, die durch Dichtungsversagen oder Zylinderverschleiß verursacht werden.

Praktische Hinweise:

  • Prüfen Sie die Dichtungsstellen (Dichtungen des Druckerhöhungszylinders und des Trennzylinders) auf sichtbare Leckagespuren.

  • Bei interner Leckage (keine offensichtliche äußere Leckage, aber mangelhafte Klemmung) sollte der Austausch des Bremskraftverstärkers Priorität haben.

  • Wenn der Trennzylinder beschädigt oder verformt ist, können Abdichtung und Kraftübertragung nicht mehr gewährleistet werden – der Trennzylinder muss umgehend ausgetauscht werden.

Zusätzlicher Hinweis:
Das Boostersystem ist das Herzstück der Klemme. Zylinderrisse und Dichtungsalterung sind häufige Fehlerquellen. Verwenden Sie Ersatzteile mit identischen Spezifikationen und prüfen Sie nach der Montage die Dichtleistung und Klemmkraft, um Dichtheit und stabile Klemmung sicherzustellen.


Feldübersicht

Bei der Wartung im Außendienst sollte die Fehlersuche an den Klemmen in dieser Reihenfolge erfolgen:

Stanzwerkzeuge → Tellerfedern → Führungsbolzen → Boostersystem

Diese Vorgehensweise behebt zunächst einfache, kostengünstige Probleme und geht dann zur detaillierteren Demontage von Bauteilen über – so wird die Effizienz gesteigert und gleichzeitig unnötiger Teileverbrauch reduziert. In vielen Fällen sind Ausfälle nicht auf die Bauteilqualität zurückzuführen, sondern auf mangelnde Staubkontrolle, unzureichende Montage und Parameterabweichungen.

Tägliche Best Practices:

  • Reinigen Sie die Fällungsformen regelmäßig.

  • Überprüfen Sie regelmäßig den Zustand der Tellerfeder.

  • Die Führungsbolzen in der richtigen Reihenfolge und mit dem korrekten Drehmoment festziehen.

Durch diese Maßnahmen kann die Häufigkeit von Klemmenausfällen deutlich reduziert werden.

Gleichzeitig sollte das Wartungspersonal mit den modellspezifischen technischen Parametern bestens vertraut sein, blindes Zusammenbauen und willkürlichen Teileaustausch vermeiden und eine professionelle, standardisierte Diagnose und Reparatur gewährleisten – damit die Bohrstangenklemme während des gesamten Bohrvorgangs stabil und zuverlässig bleibt.

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