Wichtige Punkte zur Vermeidung von Bohrlochverklemmungen beim Einsatz von Gesteinsbohrkronen

21-02-2026
  1. Das Gewicht auf dem Bohrmeißel (WOB) ist streng zu kontrollieren. Im Allgemeinen sollte das WOB ≤ 50 kN betragen. Bei bestimmten Richtbohrungen kann das WOB kurzzeitig bis zu 100 kN betragen, jedoch sollte es beim normalen Bohren vertikaler und gerichteter Abschnitte ≤ 50 kN bleiben. Die Parameter sind entsprechend den tatsächlichen Bohrlochbedingungen anzupassen.

  2. Bei Oberflächenbohrungen ist auf ausreichende Spülung zu achten, damit das Bohrklein vollständig abtransportiert wird. Kurze Spülvorgänge (Auf- und Abwärtsfahrten) sind regelmäßig durchzuführen, um das Bohrloch sauber zu halten. Vor dem Bohren sollte eine vorhydratisierte, viskose Spülung mit einer Marsh-Funnel-Viskosität von ca. 50–60 s (anpassbar an Bohrlochgröße und -tiefe) eingepumpt werden, um Restbohrklein im Bohrloch zu suspendieren und ein Anhaften am Bohrmeißel zu verhindern.

  3. Vor dem Verbinden eines einzelnen Bohrgestänges ist die zusätzliche axiale Belastung des Bohrstrangs zu prüfen. Treten Anzeichen von Verstopfung oder Ablagerungen auf, darf die Verbindung nicht mit Gewalt hergestellt werden; stattdessen ist zunächst eine gründliche Zirkulation durchzuführen und die Spülungseigenschaften anzupassen.

  4. Strenge Schlammreinigungsstandards durchsetzen. Das Feststoffkontrollsystem effektiv betreiben – Feinsiebsiebe und Hochleistungszentrifugen einsetzen –, um den Sandgehalt unter 0,5 % zu halten und schädliche Feststoffpartikel zu entfernen.

  5. Angemessene Pumpenfördermengen sicherstellen:

    • 444,5 mm Loch: > 60 l/s

    • 311,1 mm Bohrung: 55–60 l/s

    • 241,3 mm Bohrung: 35–40 l/s

    • 215,9 mm Bohrung: 28–32 l/s

  6. In Intervallen, in denen das Mischen von Öl zulässig ist, sollte der Ölgehalt der Bohrflüssigkeit auf 5–8 % eingestellt werden, um die Schmierung zu verbessern und das Risiko von Verklemmungen im Bohrloch zu verringern.

  7. Nach Abschluss des Bohrvorgangs mit einem einzigen Bohrmeißel sollten sofort 1–2 vollständige Spülvorgänge mit ausreichendem Durchfluss durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass das Bohrklein von der Bohrmeißelfläche zurückfließt und sich kein Bohrklein absetzt, das zum Festklemmen des Bohrers oder des Stabilisators führen kann.

  8. Bei Mehrpunktprüfungen muss vor Beginn der Tests sichergestellt werden, dass die Bedingungen im Bohrloch (Schwebegewicht, Druck der Umwälzpumpe usw.) normal sind.

  9. Wenn beim Bohren übermäßiges Drehmoment, hohe Reibung beim Ein- und Auskuppeln oder klemmende Verbindungen auftreten, fügen Sie Polymerperlen (Kunststoffkugeln), Hochdruckschmierstoffe oder ähnliche Mittel hinzu, um die Schmierung zu verbessern und ein Festklemmen zu verhindern.

  10. Bei langsamen Richtbohrungen sollte das Bohrgestänge regelmäßig bewegt werden, um längere Stillstandsphasen und damit einhergehendes Festfressen zu vermeiden. Im Falle eines Festfressens sollte Schmierstoff eingespritzt und mit kurzen Hubbewegungen das Bohrloch freigemacht und die Bohrlochwandschmierung verbessert werden.

  11. Vor dem Bohren von offenen Bohrlochabschnitten die Spülflüssigkeit gründlich zirkulieren lassen und mit niedriger Drehzahl/niedrigem Drehmoment beginnen. Bei Ansaug- oder Verstopfungsproblemen sollte beim Verbinden mit Top-Drive-/Vierkantrohren Spülflüssigkeit/Verpressmörtel durch den Top Drive gepumpt oder ein Aufweiten durchgeführt werden; niemals mit Gewalt zusätzlichen Bohrdruck anwenden, um den Bohrfortschritt zu beschleunigen.

  12. In abgelenkten Abschnitten und an Keilwellenpositionen langsam und mit niedriger Geschwindigkeit vorgehen und das Bohrgestänge häufig hin und her bewegen. Bei leichtem Festklemmen das Gewicht auf dem Bohrmeißel (WOB) auf ≤ 50 kN begrenzen und versuchen, das Werkzeug durch leichtes Abwärtsgewicht mit langsamer Rotation zu lösen. Keilwellenpositionen können durch intermittierendes pulsierendes Wasserstrahlen gelöst werden.

  13. Der Bohrmeißel darf nicht länger als 5 Minuten im offenen Bohrloch verharren. Während Spülvorgängen, Wartungsarbeiten an der Ausrüstung oder anderen Stillständen muss das Bohrgestänge aktiv gehalten werden, um ein Festklemmen des Bohrlochs zu verhindern.

rock drilling bits


Holen Sie sich den neuesten Preis? Wir werden so schnell wie möglich antworten (innerhalb von 12 Stunden)

Datenschutz-Bestimmungen