Hydraulisches Gesteinsspalten für Wasserumleitungstunnel
Hydraulisches Gesteinsspalten für Wasserumleitungstunnel
Bei Wasserumleitungstunnelprojekten ist häufig ein kontrollierter Felsausbruch in beengten unterirdischen Bereichen erforderlich. Hydraulisches Felsspalten bietet eine nicht-explosive Methode zum Felsabbau, insbesondere dort, wo Vibrationskontrolle, der Schutz benachbarter Bauwerke und die Tunnelsicherheit von Bedeutung sind.
Das Verfahren nutzt typischerweise vorgebohrte Löcher und hydraulische Spaltgeräte. Ein Hochdruck-Hydrauliksystem erzeugt im Bohrloch Zugspannungen, die Risse im umgebenden Gestein öffnen. Ziel ist es, das Gestein gezielt zu trennen, anstatt auf die hohe Aufprallenergie herkömmlicher Sprengungen zu setzen.
Bei Wasserumleitungstunneln muss das Ausbruchverfahren mit den geologischen Gegebenheiten, dem Grundwassermanagement, der Tunnelsicherung, der Belüftung, der Entwässerung und der erforderlichen Profilgenauigkeit abgestimmt werden. Gesteinsfestigkeit, Klüfte, Freiflächenbeschaffenheit, Bohrlochtiefe, Bohrlochabstand und Bohrgenauigkeit beeinflussen die Spaltleistung.
Hydraulisches Spalten eignet sich für lokale Erweiterungsarbeiten, Konturanpassungen, kontrollierten Gesteinsabtrag und Arbeitsbereiche, in denen konventionelle Sprengungen nur eingeschränkt möglich sind. Es ersetzt jedoch nicht die üblichen Sicherheitsvorkehrungen unter Tage. Bauunternehmen müssen sichere Zugangskontrollen, Prüfverfahren für die Ausrüstung, Belüftungseinrichtungen, Notfallmaßnahmen und Überwachungsanforderungen festlegen.
Vor Beginn der Arbeiten im vollen Umfang sollte ein Baustellenversuch durchgeführt werden, um Rissrichtung, Bruchstückgröße, Zykluszeit, Eignung der Ausrüstung und Anforderungen an die Nachbearbeitung zu bestätigen. Die Projektingenieure sollten das endgültige Verfahren auf Grundlage der verifizierten Feldergebnisse, der Tunnelplanungsvorgaben und der geltenden Sicherheitsbestimmungen auswählen.





