Leitfaden für die ordnungsgemäße Wartung und Verwendung von Schneckenbohrgestängen
1. Wählen Sie die richtige Stange und kontrollieren Sie die Betriebsparameter genau.
Bohrgestänge für Schneckenbohranlagen dürfen nur innerhalb der Nennbohrkapazität der Anlage verwendet werden. Vor dem Einsatz müssen die Gestänge so ausgewählt werden, dass ihre Spezifikationen und Leistung vollständig mit dem Anlagenmodell, dem Nennbohrbereich und anderen wichtigen technischen Parametern übereinstimmen. Eine kleine Anlage darf niemals mit überdimensionierten Gestängen kombiniert oder über ihre Auslegungsgrenzen hinaus betrieben werden. Die korrekte Abstimmung verhindert Überlastungsschäden an der Bohrstelle und gewährleistet eine stabile Bohrleistung.
2. Verwenden Sie die richtige Bohrmeißelpaarung, um Bohrfehler zu vermeiden.
Bohrstangen müssen mit passenden Bohrmeißeln verwendet werden. Im Normalbetrieb sollte der Durchmesser des Bohrmeißels etwas größer als der Stangendurchmesser sein, um ein reibungsloses Eindringen zu gewährleisten.
Überwachen Sie während des Bohrvorgangs kontinuierlich den Zustand von Bohrgerät und Gestänge. Bei Störungen wie Festklemmen oder Blockieren des Gestänges ist der Bohrvorgang sofort zu stoppen. Führen Sie gegebenenfalls zunächst eine Rückbohrung durch und setzen Sie diese dann mit langsamem, kontrolliertem Vorschub fort. Halten Sie die Schubkraft während des gesamten Bohrvorgangs streng kontrolliert, um irreversible Schäden am Gestänge, wie z. B. Verbiegungen oder Verformungen durch übermäßige äußere Belastung, zu vermeiden.
3. Für dichte Verbindungen sorgen und Dichtungskomponenten instand halten
Bei Belüftungs- oder Wasserförderungsbohrungen muss im Voraus sichergestellt werden, dass alle Gestängeverbindungen dicht und ohne Spiel oder Spalten sitzen, damit das Medium leckagefrei zugeführt werden kann.
Bei Gestängen mit Dichtungselementen wie O-Ringen ist die Dichtheit regelmäßig zu prüfen. Beschädigte, altersbedingte, korrodierte oder undichte Dichtungen sind umgehend durch gleichwertige Dichtungen zu ersetzen. Nach jedem Bohrzyklus sind alle Dichtungen umgehend zu reinigen und abzuwischen, um Ablagerungen und Verunreinigungen zu entfernen und so die langfristige Dichtigkeit zu gewährleisten.
4. Verbindungsverfahren standardisieren und Bohrtiefe kontrollieren
Beim Verbinden der Pleuelstangen ist auf präzise manuelle Ausrichtung zu achten, um einen vollständigen Gewindeeingriff und korrekten Sitz an allen Verbindungsstellen zu gewährleisten. Verwenden Sie nicht das Antriebssystem der Anlage, um das Gewinde direkt anzuziehen, da zu starke Stöße das Gewinde und den Pleuelstangenkörper beschädigen können.
Die Bohrtiefe muss den geologischen Bohrnormen entsprechen. Die maximale Arbeitstiefe des Bohrgestänges darf niemals überschritten werden, da ein Überschreiten dieser Grenze zum Abbrechen, Brechen und anderen schwerwiegenden Sicherheitsrisiken des Gestänges führen kann.
5. Defekte Stangen umgehend prüfen und aussortieren
Nach Gebrauch ist der Zustand der Stange vollständig zu prüfen. Sollten folgende Mängel festgestellt werden – Biegung über die branchenüblichen Grenzwerte hinaus, starker Gewindeverschleiß/-beschädigung, Risse im Stangenkörper oder sonstige Defekte, die ein sicheres, normales Bohren verhindern –, ist die Stange unverzüglich außer Betrieb zu nehmen.
Behandeln Sie das Gerät gemäß den Verschrottungsrichtlinien oder senden Sie es zur fachgerechten Reparatur/Überholung an den Hersteller zurück. Betreiben Sie defekte Stangen niemals weiter.
6. Zusätzlicher Schutz in korrosiven Umgebungen
In stark korrosiven Umgebungen wie salzhaltigen oder sauren Böden sind besondere Vorsichtsmaßnahmen gegen chemische Angriffe auf den Gestängekörper zu treffen. Spülen Sie das Gestänge nach jedem Einsatz gründlich mit sauberem Wasser ab, um saure/alkalische Rückstände, korrosive Ablagerungen und Bohrschlamm zu entfernen. Entfernen Sie Oberflächenkorrosionsprodukte umgehend, um weitere chemische Angriffe zu verhindern und das Grundmaterial zu schützen.
7. Regelmäßige Wartung und sachgemäße Lagerung durchführen.
Erstellen Sie einen regelmäßigen Wartungsplan, der auf Betriebsumgebung, Luftfeuchtigkeit und Nutzungshäufigkeit basiert. Führen Sie routinemäßige Rostschutz-, Öl- und Staubschutzbehandlungen durch. Entfernen Sie Rost, Staub und Ablagerungen zeitnah von den Stangenoberflächen.
Nach der Wartung sollten die Gewindeenden mit den entsprechenden Schutzkappen versehen oder die Stangen in verschlossenen Aufbewahrungsbehältern gelagert werden. Dies verhindert eine langfristige Einwirkung von Feuchtigkeit, Staub und Korrosion, hält die Stangen einsatzbereit und verlängert ihre Lebensdauer.





