Warum Ihr DTH-Hammer nicht mehr funktioniert: Fünf Fehlerursachen und wie Sie die richtige erkennen

08-08-2026

Ein DTH-Hammer, der nicht mehr funktioniert, macht sich deutlich bemerkbar. Die Eindringtiefe ist unterbrochen. Der Klang verändert sich – von einem scharfen, rhythmischen Knall zu einem dumpfen Schlag oder gar nichts mehr. Der Rückluftstrom fühlt sich seltsam an. Irgendetwas ist kaputt, blockiert oder so stark abgenutzt, dass es nicht mehr funktioniert.

Die Frage ist: Was? Einen Hammer am Grund eines Bohrlochs zu zerlegen, ist nicht gerade die beste Methode, um die Ursache zu finden. Hier sind die fünf häufigsten Gründe, warum ein Bohrhammer ausfällt, wie er von außen aussieht und sich anhört und was Sie beim Öffnen vorfinden.

Fehler 1: Der Hammer war trocken

Was Ihnen auffallen wird:Der Hammer funktionierte zunächst einwandfrei, dann wurde der Aufprall allmählich leiser. Das Eindringen verlangsamte sich. Die austretende Luft fühlte sich heißer als gewöhnlich an. Als er schließlich ganz aufhörte zu hämmern, war der Schaden bereits angerichtet.

Was ist passiert:Der Schmierstoffbehälter war leer, die Ölleitung verstopft oder jemand hatte vergessen, zwischen den Bohrungen Öl nachzufüllen. Der Kolben lief ohne Ölfilm an der Zylinderwand entlang. Metall auf Metall mit fünfzig Schlägen pro Sekunde erzeugt Hitze und Abriebpartikel. Innerhalb weniger Minuten vergrößert sich der Spalt zwischen Kolben und Zylinder so weit, dass sich hinter dem Kolben kein Druck mehr aufbauen kann – die Luft entweicht, anstatt den Hub anzutreiben.

Die Lösung:Öffnen Sie den Hammer. Sind Kolben und Zylinder beschädigt, müssen sie ausgetauscht werden. Bei leichten Beschädigungen polieren Sie diese mit feinem Schmirgelpapier und montieren Sie den Hammer mit ausreichender Schmierung. Reparieren Sie anschließend das Schmiersystem, das das Problem ursprünglich verursacht hat. Überprüfen Sie den Inline-Schmierstoffgeber. Stellen Sie sicher, dass Öl den Hammer erreicht, indem Sie den Auspuff fühlen – er sollte leicht ölig, nicht trocken sein. Füllen Sie vor jedem Bohrloch Öl nach.

Fehler 2: Etwas blockiert die Luftzufuhr

Was Ihnen auffallen wird:Der Hammer hörte abrupt auf, nicht allmählich. Kein Aufprallgeräusch. Die Rückluft ist schwach oder fehlt ganz. Der Kompressor läuft normal – der Druck am Regler ist in Ordnung –, aber es kommt nichts zum Boden.

Was ist passiert:Ablagerungen blockierten den Luftkanal. Es könnte sich um Rostablagerungen aus dem Inneren eines Bohrgestänges handeln, die vor dem Anschluss nicht entfernt wurden. Es könnte sich auch um einen Fremdkörper handeln, der in den Bohrkopf gefallen ist, während der Hammer auf dem Gestell stand. Ebenso könnten Bohrspäne in den Hammer zurückgeflossen sein, als die Luftzufuhr unterbrochen wurde, ohne dass der Hammer vom Grund abgehoben wurde.

Die Lösung:Ziehen Sie die Schnur. Prüfen Sie den Luftdurchgang durch alle Komponenten – Rückschlagventil, Verteiler, Kolbenbohrung. Reinigen Sie alles gründlich. Blasen Sie vor dem Zusammenbau jedes Bohrgestänge durch. Verschließen Sie das Rückschlagventil des Bohrhammers, wenn es nicht angeschlossen ist. Und unterbrechen Sie die Luftzufuhr niemals, wenn sich der Hammer am Bohrlochgrund befindet – heben Sie ihn zuerst an, blasen Sie das Bohrloch durch und schalten Sie die Luftzufuhr erst dann ab.

Was Sie außerdem finden könnten:Zu großes Spiel zwischen Kolben und Zylinder oder zwischen Kolben und Verteiler. Diese Spalten führen zu Luftdruckverlust und reduzieren die Aufprallenergie, selbst wenn sie den Hammer nicht vollständig stoppen. Falls der Hammer vor dem Stillstand schwach schlug, messen Sie das Betriebsspiel. Werte über der vom Hersteller vorgegebenen Verschleißgrenze erfordern einen Austausch.

Fehler 3: Wasser und Schlamm drangen ein

Das ist die heimtückische Sache, denn das Problem begann schon, als der Hammer noch gar nicht lief.

Der Mechanismus:Ein DTH-Hammer hat zwei Wege, über die Flüssigkeit eindringen kann, wenn die Luftzufuhr unterbrochen ist. Der eine ist die Auslassöffnung des Bohrers – sie ist zum Bohrlochgrund hin offen. Der andere ist das Spiel in der Verzahnung zwischen Bohrerschaft und Bohrfutter – es handelt sich um eine lockere Gleitpassung mit ausreichendem Spiel.

Wird die Luftzufuhr zum Einbringen eines Rohrs oder zum Pumpen von Injektionsmörtel unterbrochen, schließt sich das Rückschlagventil am oberen Ende des Bohrhammers. Der Bohrhammer wird dadurch zu einem abgedichteten Hohlraum – oder zumindest weitgehend abgedichtet. Steht Wasser im Bohrloch, dringt es über zwei Stellen ein: durch die offene Entlüftungsöffnung und durch den Spalt zwischen den Verzahnungen. Der Wasserspiegel außerhalb des Bohrhammers ist höher als der Luftraum im Inneren, sodass Wasser eindringt – ähnlich wie bei einem umgedrehten Becher, der untergetaucht wird.

Das Wasser transportiert Bohrklein mit sich. Feine, abrasive Partikel setzen sich im Kolben-Zylinder-Spalt, im Verteiler und auf dem Ventilsitz ab. Beim Wiedereinschalten der Luft werden diese Partikel in den minimalen Spaltmaßen, die im Tausendstel Zollbereich liegen, zurückgehalten.

Was Ihnen auffallen wird:Der Hammer arbeitet unregelmäßig. Er schlägt ein paar Mal, stoppt, schlägt wieder. Oder er läuft schwach – die Schlagenergie ist gering, weil der Kolben durch Schmutz schleift. Das Geräusch ist unregelmäßig und gedämpft.

Die Lösung:Zerlegen Sie das Gerät und reinigen Sie alle Innenteile gründlich. Falls Kolben oder Zylinder durch Bohrspäne Riefen aufweisen, müssen sie ausgetauscht werden. Vorbeugung: Lassen Sie den Bohrhammer beim Bohren in nasser Umgebung stets laufen, solange er sich im Bohrloch befindet. Falls die Luftzufuhr unterbrochen werden muss, heben Sie den Hammer nach Möglichkeit deutlich über den Wasserspiegel. Lassen Sie einen nicht laufenden Bohrhammer niemals am Grund eines nassen Bohrlochs liegen.

DTH hammer

Fehler 4: Der Bohrer steckt im Spannfutter fest

Was Ihnen auffallen wird:Der Hammer läuft – man hört den Aufprall –, aber der Bohrer dringt nicht mehr vor. Er bewegt sich nicht. Das Drehmoment könnte schwanken.

Was ist passiert:Feuchte, klebrige Bohrspäne bildeten einen Schlammkuchen um den Schaft des Bohrers und das Bohrfutter. Der Schlamm drang in den Keilwellenspalt ein. Der Bohrer, der sich im Bohrfutter frei bewegen muss, um den Aufprall auf das Gestein zu übertragen, ist nun durch verdichtetes Bohrgut blockiert. Der Kolben schlägt zwar gegen den Schaft, aber der Bohrer kann sich nicht vorwärts bewegen, da er im Bohrfutter festklemmt.

Dies ist ein typisches Phänomen beim Nassbohren durch Ton- oder Schieferformationen. Das Bohrgut verdunstet nicht, sondern bildet eine Paste, die sich in jede verfügbare Lücke verdichtet.

Die Lösung:Ziehen Sie den Hammer. Reinigen Sie den Schaft und die Verzahnung des Bohrfutters gründlich. Prüfen Sie, ob sich der Bohrer frei im Bohrfutter bewegen lässt, ohne zu klemmen oder übermäßiges Spiel zu haben. Ersetzen Sie verschlissene oder beschädigte Verzahnungen. Erhöhen Sie zukünftig die Luftmenge, um die Bohrlochreinigung in feuchten Formationen zu verbessern, und reduzieren Sie die Wassereinspritzung, falls das Bohrgut als Schlamm austritt.

Fehler 5: Ihre Bohrflüssigkeit ist voller Sand

Was Ihnen auffallen wird:Der Hammer funktionierte zunächst einwandfrei, dann aber unregelmäßig. Die Schläge sind ungleichmäßig. Möglicherweise klemmt das Rückschlagventil.

Was ist passiert:Jemand wollte beim Bohrschaum sparen und pumpte stattdessen eine Waschmittellösung in das Bohrloch. Waschmittel löst sich nicht vollständig auf – es bleiben immer Partikel, Bindemittel und Trennmittel zurück. Diese Partikel gelangen mit der Flüssigkeit direkt in den internen Luftkreislauf des Bohrhammers. Sie verkleben das Verteilerventil, setzen sich im Kolbenspiel ab und können das Rückschlagventil blockieren.

Der Hammer wurde für saubere Luft und eine geringe Menge speziell formulierten Gesteinsbohröls entwickelt. Er ist nicht für eine Suspension ungelöster Haushaltschemikalien ausgelegt.

Die Lösung:Zerlegen Sie den Bohrhammer vollständig. Reinigen Sie alle Teile mit Lösungsmittel. Setzen Sie ihn anschließend mit der richtigen Schmierung wieder zusammen. Verwenden Sie kein Waschmittel mehr im Bohrloch. Nutzen Sie stattdessen speziell entwickelten Bohrschaum, der sich vollständig auflöst und keine Rückstände hinterlässt. Die Kosten für den richtigen Schaum sind im Vergleich zu den Kosten einer Hammerreparatur – oder einem verlorenen Bohrloch, weil der Hammer in der Tiefe versagt hat – vernachlässigbar.

Das Diagnosemuster

Wenn ein DTH-Hammer stoppt, gehen Sie die möglichen Ursachen in dieser Reihenfolge durch: Schmierung (allmählicher Abfall = Trockenlauf), Luftzufuhr (plötzlicher Stopp = Verstopfung), Verunreinigung (unregelmäßiger Lauf = Wasser, Schlamm oder Sand im Inneren), mechanische Blockierung (läuft, aber kein Vorschub = festsitzender Meißel) und Fluidqualität (unvorhersehbares Verhalten = etwas in der Luft, das dort nicht hingehört).

Der Hammer verrät dir, was nicht stimmt. Du musst nur hinhören, bevor du ihn ziehst, und genau hinschauen, wenn du ihn öffnest.


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