Wie man einen DTH-Hammer und -Bohrer pflegt, bevor kleine Probleme teuer werden
Ein DTH-Hammer versagt selten ohne Vorwarnung.
Die Anzeichen treten meist früher auf: Die Bohrgeschwindigkeit sinkt, der Luftverbrauch steigt, der Hammer klingt anders oder der Bohrmeißel weist ungleichmäßiges Verschleißbild auf. Das Problem ist, dass diese Anzeichen leicht übersehen werden, solange die Bohranlage noch Bohrungen produziert.
Hier kommt es auf die Wartung an. Ein DTH-Hammer wird mit Druckluft angetrieben und benötigt eine schnelle Kolbenbewegung, um die Schlagenergie auf den Bohrmeißel zu übertragen. Ohne Inspektion, Schmierung und rechtzeitigen Austausch verschlissener Teile wird das Bohrgestänge mit der Zeit weniger effizient und der Betrieb teurer.
Hier finden Sie eine praktische Anleitung zur Wartung von DTH-Hammern und Bohrmeißeln.
1. Überprüfen Sie den Hammer vor dem Bohren.
Vor der Verwendung eines neuen oder eines gerade gewarteten DTH-Hammers muss die gesamte Bohreinheit überprüft werden.
Überprüfen Sie die vorderen und hinteren Anschlüsse, das Außengehäuse, die Kolbenbewegung, die Meißelverbindung, die Bohrgestänge, das Bohrgerät und den Luftkompressor. Alle Verbindungen müssen fest sitzen, bevor der Hammer in das Bohrloch eindringt.
Der Kolben muss sich frei bewegen können. Der Bohrer muss zum Hammer passen und korrekt eingesetzt sein. Der Kompressor muss ausreichend Luft für den ordnungsgemäßen Betrieb des Hammers liefern.
Beginnen Sie nicht mit dem Bohren, nur weil die Ausrüstung sauber aussieht. Eine lockere Verbindung oder ein falsch eingesetzter Bohrer können den Bohrhammer beschädigen, bevor das erste Loch fertig ist.
Ein gebrauchter DTH-Hammer, der nicht gewartet wurde, sollte vor dem Einsatz geschmiert und überprüft werden.
2. Die Schmierung schützt den Kolben und die inneren Teile.
Schmierstoffe haben vier Hauptzwecke:
Reduzierung von Reibung und Verschleiß
Rost verhindern
Beständigkeit gegen Oxidation
Abdichtung interner Spalte
Der Kolben in einem DTH-Hammer bewegt sich mit hoher Frequenz. Bei unzureichender Schmierung können frühzeitig Ermüdungsrisse an der Kolbenoberfläche entstehen. Sobald diese Risse auftreten, sinkt die Kolbenlebensdauer rapide und die Betriebskosten steigen.
Verwenden Sie ein hochwertiges Gesteinsbohrschmiermittel mit guten Verschleißschutz-, Rostschutz-, Oxidationsschutz- und Schaumverhinderungseigenschaften.
Für Trockenbohrungen gilt üblicherweise ein Schmierstoffverbrauch von 0,114 Litern pro Stunde pro 2 m³/min Druckluft. Beispiel: Wenn ein Kompressor mit einer Förderleistung von 25,4 m³/min den Bohrhammer vollständig versorgt:
25,4 ÷ 2 × 0,114 = ungefähr 1,45 Liter pro Stunde
Beim Nassbohren ist besondere Sorgfalt geboten. Bei einer Wasserinjektion von über 7 l/min beträgt die übliche Referenzmenge 0,23 Liter pro Stunde pro 2 m³/min Luftinjektion. Da Wasser das Schmiermittel auswaschen kann, ist gegebenenfalls zusätzliches Öl erforderlich. Bildet sich Schaum um das Bohrloch, muss die Schmiermittelmenge ebenfalls erhöht werden.
Diese Werte dienen als Ausgangspunkt und ersetzen nicht die Anweisungen des Hammerherstellers. Bodenbeschaffenheit, Luftdruck, Wasserdurchfluss und die Konstruktion des Hammers beeinflussen die endgültige Einstellung.

3. Reinigen und warten Sie den Hammer während des Betriebs.
Rechtzeitige Wartung verlängert die Lebensdauer der Komponenten und verringert das Risiko eines unerwarteten Ausfalls.
Reinigen Sie die Teile des DTH-Hammers regelmäßig. Wenn das Außengehäuse verschlissen ist oder der interne Verschleiß die Leistung des Hammers beeinträchtigt, stoppen Sie das Gerät und überprüfen Sie es eingehend.
Sind die Bauteile noch in gutem Zustand, schmieren Sie sie und bauen Sie sie gemäß der Montagezeichnung in der richtigen Reihenfolge wieder ein. Bewahren Sie den Hammer nach der Wartung an einem sauberen und geschützten Ort auf.
Warten Sie nicht, bis der Hammer völlig ausfällt. Ein allmählicher Verlust der Eindringgeschwindigkeit ist oft ein früheres und kostengünstigeres Warnsignal.
4. Was sollte bei der regelmäßigen Überholung ausgetauscht werden?
Nach längerem Einsatz eines DTH-Hammers sollte eine regelmäßige Überholung folgende Punkte umfassen:
Ersetzen Sie alle internen O-Ringe, Rückschlagventildichtungen und Federn. Dies trägt zur Kontrolle von Luftleckagen und übermäßigem Luftverbrauch bei.
Prüfen Sie den Kolben sorgfältig. Sorgen Sie für ausreichende Schmierung und entfernen Sie scharfe Kanten oder Grate mit einem Ölstein.
Vergewissern Sie sich, dass das Rückschlagventil frei ist und in seine korrekte Position zurückkehrt.
Prüfen Sie den Verschleiß am Außengehäuse und am Zylinder. Tauschen Sie diese aus, sobald die zulässigen Verschleißgrenzen überschritten sind.
Halten Sie sich genau an die Montageanleitung des Herstellers.
Lagern Sie den überholten Hammer sachgemäß, um Verunreinigungen und Korrosion zu vermeiden.
Die korrekte Montagereihenfolge ist kein unwichtiges Detail. Ein falsch eingebautes Bauteil kann die Luftverteilung verändern, die Aufprallenergie verringern und den inneren Verschleiß beschleunigen.
5. Überprüfen Sie den Bohrer nach jedem Loch
Da der Bohrer das Schneidwerkzeug ist, ist er in der Regel das erste Teil der DTH-Baugruppe, das das Ende seiner Lebensdauer erreicht.
Nach jedem Bohrvorgang sind drei Bereiche zu überprüfen.
Verschleiß der Hartmetalleinsätze:Wenn die Schneide bis auf etwa zwei Drittel der Hartmetallsäule abgenutzt ist, verringert sich die Bohrleistung beim Weiterbohren. Der Bohrer sollte nachgeschliffen werden. In vielen Fällen kann ein Bohrer etwa dreimal nachgeschliffen werden, bevor er seine Nutzungsdauer erreicht.
Verschleiß am Gehäuse:Wenn der zylindrische Abschnitt des Hartmetalleinsatzes etwa 3 mm aus dem Bohrkörper herausragt, darf der Bohrer nicht mehr verwendet werden. Weiterbohren kann die Stabilität beeinträchtigen und den Verschleiß beschleunigen.
Auffälliger Gesichtsschmuck:Prüfen Sie die Rückseite des Bohrers, auf die der DTH-Hammerkolben trifft. Ist die Eindringtiefe größer als 1 mm, muss der Bohrer ausgetauscht werden. Eine stark abgenutzte Schlagfläche kann die Aufprallenergie nicht effizient übertragen.
Die Verwendung eines abgenutzten Bohrers, um einen Ersatz zu sparen, führt oft zu höheren Kosten durch langsameres Bohren, höheren Luftverbrauch, schlechtere Bohrlochqualität und zusätzliche Belastung des Bohrhammers.
Eine einfache Wartungsregel für Bohrmannschaften
Vor dem Bohren: Verbindungen, Kolben, Bohrmeißel, Gestänge, Bohrgerät und Kompressor prüfen.
Beim Bohren: Schmierung aufrechterhalten, Bohrgeschwindigkeit überwachen und auf Veränderungen im Hammergeräusch oder im Luftverbrauch achten.
Nach dem Bohren: Hammer reinigen, Bohrer prüfen, Verschleiß feststellen und entscheiden, ob die Bauteile für das nächste Loch bereit sind.
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