Abnormale Kühlwassertemperaturen und Schäden an mehreren Systemen der Bohrausrüstung
Das Kühlwasser dient als primäres Kühlmedium für Bohranlagen. Die Einhaltung eines geeigneten Temperaturbereichs ist entscheidend für die Betriebsstabilität und die Lebensdauer der Anlagen. Erhöhte Kühlwassertemperaturen können zu Folgeschäden an mehreren wichtigen Systemen der Bohranlage führen, verschiedene Ausfälle auslösen und die Bohrleistung erheblich reduzieren.

Überhitzung kritischer Bauteile verkürzt die Lebensdauer. Hohe Temperaturen greifen die beweglichen Kernkomponenten von Bohranlagen direkt an, beschleunigen deren Leistungsabfall und führen zu Bauteilausfällen. Bei Bohrmeißeln und Werkzeugen erhöhen erhöhte Temperaturen den Verschleiß der Schneidkanten und können zu einer Versprödung und Erweichung der Werkzeugspitzen führen. Dies reduziert nicht nur die Bohrleistung und verlangsamt den Bohrfortschritt, sondern verkürzt auch die Lebensdauer von Meißeln und Werkzeugen erheblich und erhöht somit die Ersatzteilkosten. Lager und Antriebselemente sind ebenfalls sehr hitzeempfindlich. Zu hohe Kühlwassertemperaturen stören das Schmiergleichgewicht und beeinträchtigen die Wirkung von Ölen und Fetten; in Kombination mit einer begrenzten Wärmeabfuhr der Bauteile steigen die Temperaturen weiter an. Längere Einwirkung führt zu katastrophalen Ausfällen wie Lagerfressern und Durchverschleiß, die ungeplante Stillstände erzwingen können.
Verschleiß und Leckageausfälle im Hydrauliksystem: Das Hydrauliksystem ist für die Kraftübertragung in Bohranlagen unerlässlich und reagiert äußerst empfindlich auf die Betriebstemperatur. Hohe Kühlwassertemperaturen führen zu einem deutlichen Abfall der Hydraulikölviskosität, wodurch die Schmierung und die Bildung eines Schutzfilms an den Hydraulikkomponenten beeinträchtigt werden. Dies erhöht die interne Leckage und senkt die Effizienz von Pumpen, Zylindern und anderen zentralen Hydraulikelementen. Zudem beschleunigen erhöhte Temperaturen den Verschleiß von Dichtungsmaterialien. Dichtungsausfälle führen zu Hydraulikölverlust, verstärken den Leistungsverlust des Systems und können im schlimmsten Fall zum vollständigen Ausfall des Hydrauliksystems führen.
Die nachlassende Leistung des Kühlsystems führt zu einem Teufelskreis. Eine zu hohe Kühlwassertemperatur beeinträchtigt das Kühlsystem selbst und erzeugt einen sich selbst verstärkenden Verschleißkreislauf: Höhere Temperaturen verringern die Kühlleistung, was wiederum zu noch höheren Temperaturen führt. Wenn das in Wärmetauscher oder Kühler einströmende Kühlmittel zu heiß ist, sinkt die Wärmeabfuhr und das System kann die Betriebswärme nicht mehr effektiv abführen. Anhaltend hohe Temperaturen beschleunigen die Alterung und Versprödung von Behältern, Rohren und anderen Kühlkomponenten, was zu Rissen und Brüchen und damit zu Kühlmittelverlusten führt. Der Kühlmittelverlust verschlechtert die Kühlleistung weiter und erhöht das Risiko von Geräteausfällen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass hohe Kühlwassertemperaturen zu transmissiven und systemischen Schäden an Bohranlagen führen. Um temperaturbedingte Ausfälle zu vermeiden und einen ununterbrochenen, effizienten Bohrbetrieb zu gewährleisten, sind eine verstärkte Überwachung und Kontrolle der Kühlwassertemperatur während des Betriebs, die umgehende Überprüfung und Behebung von Schwachstellen im Kühlsystem sowie die Einleitung von Korrekturmaßnahmen unerlässlich.




